ORIENTALISCHER TANZ mit TAMARA

Jeden Dienstag gibt TAMARA (Tanzpädagogin und Dozentin Oriental Dance Art) vom ALTEN THEATER Heilbronn Workshops im ORIENTALISCHEN TANZ.
Frau sein und leidenschaftlich Tanzen lernen.

Auszug aus einem Interview mit TAMARA:

Wie und wo hast du den orientalischen Tanz kennen gelernt?

Angefangen hat alles damit, dass meine Schwester, Claudia, mich fragte, ob ich Lust hätte, mit ihr einen Kurs „Rückenschule“ an der Volkshochschule (VHS) zu besuchen. Nun, der Kurs war - Gott sei Dank - belegt und somit fragte sie mich, ob ich statt dessen mit ihr den Kurs „OrientalischenTanz“ belegen würde. Ich sagte „Ja“. Und so kam es. So sollte es sein. Morgana, war die Dozentin, die ich sofort ins Herz schloss. Sie tanzte wunderbar und faszinierte mich im Tanz, wie im Wesen. Als wir die ersten Hüftbewegungen machten, schaute sie mich erstaunt an und sagte: „Sag mal, Katharina (mein Geburtsname), das kann doch nicht sein, dass Du noch nie orientalisch getanzt hast.“

Seit wann tanzt du?

Orientalisch - seit Frühling 1989. Die Faszination für den Tanz begann für mich im Alter von acht Jahren. Ich bin in Rumänien geboren und habe dort bis zu meinem sechzehnten Lebensjahr, in einem kleinen 400-Seelen-Dorf gelebt. Eines abends waren wir im Nachbarshaus zu einem Ballettabend eingeladen. Die Enkelin des Hauses war aus der Stadt Temesvar zu Besuch und tanzte für uns. Für mich war das göttlich. Leider gab es in solch einem kleinen Dorf damals keine Möglichkeit Tanz zu lernen. Doch meine Eltern veranstalteten mit meiner Schwester und mir Tanznachmittage. Sie brachten uns Tänze, wie beispielsweise den Tango, Polka und den Walzer bei. Das waren herrliche Nachmittage für mich. Im Alter von zwölf Jahren durfte ich dann mit zu den Bällen im Dorf. Dort tanzte ich die Nächte durch.

Wie und wo lehrst du den orientalischen Tanz?

Seit 1995 unterrichte ich orientalischen Tanz. Begonnen habe ich an der VHS in Ebersbach a.F. und an der VHS Freiberg a.N.  Heute unterrichte ich an der Tanzwerkstatt in Remseck-Hochberg. Außerdem bin ich seit 2003 Dozentin bei Oriental Dance Art, eine Fortbildung für orientalische Tanzpädagogik. Diese Fortbildung habe ich im Jahre 1998 selbst erfolgreich abgeschlossen. Auch zu Workshops in Deutschland und Österreich werde ich eingeladen.  

Gibt es einen Unterschied zwischen dem orientalischen Tanz und dem Bauchtanz?

Nein. Es ist der Volksmund der den orientalischen Tanz zu „Bauchtanz“ gemacht hat.  Die Bezeichnung „Bauchtanz“ stammt vermutlich aus der französischen Bezeichnung „Danse duventre“ (Bauchtanz). In ihren Romanen bezeichneten die französischen Schriftsteller Émile Zola und Gustave Flaubert den orientalischen Tanz als „Danse duventre“. Gustave Flaubert beschreibt in seinem Reisebericht 'Reise in den Orient' auch orientalische Tänzerinnen, die er auf seinen Reisen gesehen hat. Ebenso denkbar kann die Bezeichnung „Raqs Balady“, übersetzt „Balady Dance“ (Tanz der Leute = Einheimische in Ägypten)“, zu der englischen Bezeichnung „Bellydance“ (= Bauchtanz ) geführt haben.

In der arabischen Welt wird der Tanz 'Raqs Sharqi' /‏رقص شرقي‎ / raqṣ šarqī genannt. Die wörtlichen Übersetzung wäre: „Tanz des Ostens“.

 

Was sind die Besonderheiten in den Bewegungen?

Ich liebe das Widersprüchliche in den Bewegungen. Sie  können hart, kräftig und rhythmisch, aber auch schlangenhaft, weich und zart sein.

Grundsätzlich handelt es sich um einen Tanzstil mit isolierten Bewegungen der einzelnen Körperregionen.

Vor allem beim „Shimmy“, dem rhythmisch, isolierten Zittern der Hüften oder anderer Körperteile, ist die gekonnte Isolation der Tänzerin sehr deutlich zu sehen.

 

Erarbeitest du die Choreographien selbst?

 Grundsätzlich ja. Aber ich bringe auch von meinen Reisen nach Cairo (im Moment leider nicht. Ich hoffe auf baldige Stabilität im Land), bei denen ich Workshops besuche oder Einzelunterricht nehme, Material und Choreografien mit, die ich zu MEINEM Tanz umgestalte. 

 

Wie kleiden sich orientalischeTänzerinnen? Wie kleidest du dich? 

Im Unterricht trage ich meist „Ganzkörperbodys“, so dass meine Schülerinnen (meist sind es doch Frauen…) meine Knie und meine Körperhaltung sehen können, um die Hüfte wird ein Tuch mit Bommeln oder ähnlichem drapiert. Der Showtanz findet entweder in einem mit Pailletten bestickten, zweiteiligen Kostüm (BH, Rock, Hüftgürtel) oder einem ebensolchen Kleid statt. Unter anderem hängt das von dem Thema, der Aussage des Tanzes ab (beispielsweise handelt es sich um klassisch orientalischen Tanz oder Folklore?).

Welche unterschiedlichen Formen des orientalischen Tanzes gibt es?

Es gibt den klassisch orientalischen Tanz, orientalischen Tanz mit Accessoires, wie beispielsweise Schleier, Säbel,Kerzentabletts, die eher von amerikanischen und europäischen Tänzerinnen des 19. Jahrhunderts in den Tanz eingeführt wurden und die Folklore (beispielsweise Saidi, Melaya Leff, Hagalla).

Im klassisch orientalischen Tanz der Schleier ein Intro-Accessoire. Er wird nach dem Eingangspart der Musik von der Tänzerin auf der Bühne abgelegt, während beim sogenannten „Schleiertanz“ mit dem Schleier durchgehend getanzt wird.

JEDEN DIENSTAG
ORIENTALISCHER TANZ mit TAMARA

ab 19 Uhr WORKSHOP 1 für Beginner
ab 20 Uhr WORKSHOP 2 für Fortgeschrittene

Wer reinschnuppern möchte kann das kostenfrei jeden Dienstag ab 19 Uhr zum WORKSHOP für Beginner.

Weitere Informationen:
tamara|@|altes-theater-heilbronn.de und per Telefon: 07131 / 59 22 0